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Koax Heli 180er Motoren

AFC System MotorDie Vielfalt der angebotenen 180er Motoren Koax Heli beschränkt sich nicht nur auf die Standard, Xtreme und AFC System Motoren. Es ist nur so, dass die Xtreme und AFC System Motoren durch die auswechselbaren Bürsten sehr gut den eigenen Erfordernissen angepasst werden können. Da die Xtreme 180er und AFC System Motoren über eine kugelgelagerte Welle verfügen, sind die Vorteile in Punkto Laufeingenschaften und Reibungsverlusten wesentlich günstiger ausgelegt als bei den Standard Motoren. Die AFC System Motoren bieten gegenüber den Xtreme 180 SE Motoren den Vorteil des geringeren Strombedarfs. Der AFC System Motor bietet wesentlich mehr Power als die standard 180er Motoren bei im Verhältnis, geringer Zunahme des Strombedarfs. Diese Steigerung des AFC System Tuning Motors wird hauptsächlich durch die kugelgelagerte Motorwelle und die Verwendung von Silberbürsten erzielt.

Xtreme 180 SE Motor

Der Xtreme 180 SE Motor ist eher ein Tunier Motor,

der für kurzfristige Koax Heli Einsätze geeignet ist, wo es auf eine unglaubliche Leistungssteigerung ankommt, aber Verschleiß keine Rolle spielt. Der Xtreme 180er SE Motor erzeugt mehr Wärme, was nichts anderes bedeutet als das Strom in Wärme und nicht in Drehzahl gewandelt wird. Das ist die sogenannte Verlustleistung der Xtreme 180 SE Motoren. Genau dieses Verhältnis von Strom zu Wärme und Strom zu Drehzahl AFC System Motorenund Drehmoment liegt bei einem AFC System Motor günstiger. Wenn wir den Xtreme 180 SE Motor als Tunier Motor bezeichnen, dann ist der AFC System 180er Motor der Touren Motor der allen Komponenten im Koax Heli eine längere Lebenserwartung ermöglicht. Dabei kommt es auf das Drehmoment an, wenn wir uns die Zähne der Zahnräder an den Rotorachsen anschauen und die Belastung der 4in1 oder 3in1 deren Motorregler durch die Stromaufnahme der beiden Tuning Motoren erhitzt werden.

Kohlebürsten

Silberbürsten(Carbon) halten länger und können im Leben des Motors mehrfach getauscht werden. Sogenannte Silver Brushes oder Silberbürsten enthalten einen Anteil Silber, der für eine effektivere Übertragung des Stroms an den Motor sorgt. Das bedeutet der Strom wird besser in Kraft und weniger in Wärme umgesetzt, der Verlust durch Funkenbildung und elektrischem Widerstand ist geringer. Silver Brushes die aus einer Silberlegierung bestehen sind weicher, sie schleifen sich schneller ab. Die Abnutzung der Silver Brushes ist größer als bei Carbon Brushes. Die Carbon (Kohlebürsten) Brushes sind deutlich dicker ausgelegt und laufen wegen des härteren Materials länger. Durch den erhöhten elektrischen Übergangswiderstand bei Carbon Brushes wird der AFC System und der Xtreme 180 SE Motor wärmer. Je wärmer ein Motor wird, desto geringer ist die Leistung in Drehzahl die er bringen kann. Ab einer Erwärmung von 72° Grad Celsius beginnen die Dauermagnete der Motoren ihre Magnetisierung zu verlieren, was dann irreparabel ist, also dauerhaft zu einem Leistungsverlust führt. Der AFC System und Xtreme 180 SE Motor wird ausschließlich mit Carbon Bürsten geliefert, die sofort auf die extra erhältlichen Silberbürsten umgerüstet werden sollten.

180er Motor A und B

Wie bei den Koax Heli original Motoren aller Hersteller sind auch die Ritzel der AFC System und Xtreme A und B Motoren in unterschiedlichen Höhen auf der Motorachse angebracht. Die beiden Rotorachsen-Antriebszahnräder liegen im Chassis direkt übereinander. Der Motor B mit dem unteren Ritzel treibt das Zahnrad der äusseren Welle, während der Motor A mit dem oberen Ritzel die innere Rotorachse in die Gegenrichtung antreibt.

FK-180SHDie Koax Heli Motoren von Graupner / JPerkins und E-Sky Modellen sind etwa gleich. Graupner / JPerkins Motoren kreischen bei bestimmten Drehzahlen, dem ist auch mit einer Schmierung nicht beizukommen. Alle diese FK 180SH, Mega X, N30 Motoren sind mit Gleitlagern anstatt mit Kugellagern ausgestattet. Bei diesen Standard Motoren werden wahrscheinlich die sogenannten Sinterlager verwendet. Ein Sinterlager besteht aus Metallpulver das gesinntert wurde. Unter hohem Druck werden die Lager sehr genau gepresst. Dabei ist die Struktur des gepressten Sinterlagers sehr grobporig. Die Poren des Sinterlagers sind mit Schmierstoffen gefüllt worden, diese selbstschmierenden Sinterlager sind eine preisgünstige alternative zu Kugellagern, deren Reibungsverluste allerdings sehr viel höher bewertet werden müssen. Gerät die Motorwelle beim drehen, mit dem Motorgehäuse in resonanz, weil die Motorachse ein minimals Spiel im Sinterlager aufweist, entsteht das kreischende Geräusch der Motoren im Flug. Mit älter werdenden Motoren lässt das Kreischen nach, bis es dann fast ganz verschwindet. Durch die ständige Reibung der Motorachsen in den Sinterlagern, entsteht mit der Zeit ein Abrieb der zu geringfügig mehr Spiel im Sinterlager führt. Dieses Spiel wird idealerweise mit mehr Schmierstoffen aufgefüllt. Dadurch verändern sich die Resonanzfrequenzen, es ist eine andere Drehzahl erforderlich, um das Motorgehäuse in Schwingungen zu versetzen.

Der 180er Motor auf dem Chassis

Bell 47Ein technischer Unterschied, besteht in der Anordnung der Motoren auf dem Chassis. Graupner, JPerkins und E-Flite Koax Heli Modelle haben die Motoren vorne im Chassis nebeneinander angeordnet, während E-Sky Koax Heli Modelle einen Motor vor und einen hinter der Rotorachse positioniert haben.
Alle Anordnungen der Motoren haben kleine Vor- und Nachteile, da durch die Position der Motoren auch die Position der Servos bestimmt ist. Die Servo 's sitzen bei Graupner / JPerkins hinten, bei E-Sky werden die Servo 's in der Mitte links und rechts der Rotorachse gebaut. Neben der Gewichtsverteilung ist der Ansteuerpunkt der Taumelscheibe für eine präzise Steuerung des Koax Heli sehr wichtig. Die Anlenkungen von den Servo 's zur Taumelscheibe sollte möglichst vertikal sein, es sei denn es ist eine Mischung Raptor
der Ansteuerung zwischen Roll und Nick beabsichtigt.

Die Kabellängen der Koax Heli Motoren zwischen Motor A und Motor B sind bei den beiden original Graupner Motoren, wie auch bei E-Sky, etwas unterschiedlich ausgelegt. Bei den AFC System Motoren sind die Kabellängen der Motoranschlusskabel grundsätzlich gleich, aber etwas länger, womit man bei einem Austausch zu AFC System Motoren keinerlei Probleme mit zu kurzen Kabeln bekommt. Zur Vermeidung von störenden elektromagnetischen Feldern, ist es sinnvoll die beiden Pole des Motoranschlusskabel miteinander zu verdrillen. Das kannst Du auch in dem Bericht zur perfekten Motorentstörung nachlesen.

Mega X 180er Motoren

Mega X MotorDie Protech / Dynam RC / Jamara / EVO Koax Heli Motoren haben ein großes Lüftungsloch, wo leider auch andere metallische Dinge gerne ein neues Zuhause suchen. Die Kühlfunktion ist vielleicht durch das große Lüftungsloch besser, jedoch hat dieser Motor vermutlich wesentlich stärkere Dauermagnete, wodurch er mit viel mehr Drehmoment läuft. Allerdings führt das meiner Erfahrung nach, bei den üblichen Drehzahlen des Koax Heli zu einer Laufunruhe, die erst mit einem höheren Abfluggewicht und den dafür erforderlichen Drehzahlen wieder verschwindet.. Die Kraftübertragung der Mega X Motoren ist meiner Meinung nach nicht optimal gelöst.
Motorbezeichnung Lager Gewicht Feature
AFC System 180er Motor kugelgelagert 32,2g Bürsten austauschbar
Xtreme 180 SE kugelgelagert 33,2g Bürsten austauschbar
Standard 180er Motor
FK-180 SH Motor
Gleitlager 33,7g original
MegaX 180er Motor
T0508.018
Gleitlager 34,4g original Protech und Dynam RC
Standard 130er Motor Gleitlager 22,4g original - höhere Drehzahl
kürzeres Motorgehäuse

Weitere Infos zu den Tuning Motoren: AFC System oder Xtreme Motoren

Motor

Funktion eines Motor

Zwei Bürsten werden mit federdruck auf dem sich drehenden Kollektor gedrückt. Der Kollektor besteht aus einzelnen Kontaktlamellen die Strom an zwei sich gegenüber liegende Spulen liefern, welche um einen Anker gewickelt ist und dadurch ein Magnetfeld erzeugt. Auf der gegenüberliegenden Seite des Kollektor's nimmt eine Bürste den Strom von dieser Spule wieder ab, sodass ein geschlossener Stromkreis entsteht. Dauermagnete im Motorgehäuse sorgen dafür, dass die Spule mit dem Anker als Magnetfeldverstärker sich auf der Achse Richtung Dauermagnet dreht. Ist die magnetische Kraft fast ausgeglichen, fließt der Strom am Kollektor durch die nächste Spule, die ebenfalls versucht durch drehen auf der Motorachse die magnetische Kraft wieder auszugleichen. Dieser Prozess wiederholt sich und der Motor dreht sich. Mehr Spannung bei höherem Strom erzeugt ein stärkeres Magnetfeld, was den Motor schneller drehen lässt.

Motor einlaufen lassen

Einige Freaks sind der Meinung, dass es für die Erhöhung der Lebensdauer der Motoren besser ist diese einzulaufen.
Dabei geht es darum die neuen eckigen Bürsten, die nicht optimal auf dem Kollektor aufliegen, so einzuschleifen, dass ein optimaler Kontakt zwischen Bürsten und Kollektor hergestellt ist.

Kollektor
Erst wenn die Bürste sich halbrund an den Kollektor angepasst hat, ist die Auflage optimal und es kann ein maximaler Strom fließen. Der sich drehende Kollektor schleift die Bürsten ein. Der Abrieb kann sich zwischen die Ritzen zweier Kollektorlamellen setzen, wenn das auf beiden Seiten des Kollektor's passiert werden mehrere Spulen kurz geschlossen und der Motor verliert an Effektivität. Eigentlich passiert das nicht, da der Abrieb verbrennt, was sich durch Funken bemerkbar macht. Die Fliehkräfte der Rotorachse sorgen ebenfalls dafür das der Kollektor nicht durch Abrieb derart verschmutzt werden kann. Man kann aber seinen Motor beschädigen indem man die oben beschriebenen Mechanismen mit Schmierstoffen auf dem Kollektor verhindert, bzw. einen leitenden Ölfilm über mehrere Lamellen bildet.
Darum darf niemals Öl oder Fett auf die Kollektoren kommen, das einzige wo ein wenig Schmiermittel hilft ist an den Motorachslagern.

Wer es noch genauer mit dem einlaufen der Motoren nimmt, berücksichtigt dabei auch die Drehrichtung in der die Motoren später laufen werden. Beim Einlaufen kann man die Motoren im nicht eingebauten Zustand mit einer 1,5V Batterie 5 Minuten lang in die gleiche Richtung wie im späteren eingebauten Zustand einlaufen lassen. Dabei geht es darum den Motor langsam und ohne Last laufen zu lassen, bis die Bürsten ihren optimalen Kontakt zum Kollektor erreicht haben. Ich bin der Meinung darauf verzichten zu können, baue meine Motoren ein, lasse die Rotoren für ca. 30 Sekunden langsam los drehen und bin dann sowieso erstmal mit der neuen Trimmung beschäftigt. Bis die Trimmung stimmt sind auch die Motoren eingelaufen.

Abbildung Bestellnummer Hersteller Händler Info
Silverbrushes AHP-1006 AFC System
Tuning
Helihausen
2 Silver Brushes
(wird 2 x benötigt
Motor A AFC System AHP-1003 AFC System
Tuning
Helihausen
180er Tuning Motor A
Motor B AFC System AHP-1004 AFC System
Tuning
Helihausen
180er Tuning Motor B
Komplett Set
mit eingebauten Silberbürsten
AHP-1003
AHP-1004
2 x AHP-1006
AFC System
Tuning
Helischrauber Wer nicht löten möchte, kann sich das Komplett Set auch fertig holen
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Erstellt am: 15.11.2007