Das obere Rotorwellenlager
in seiner serienmäßigen Plastikhalterung ist in 95% aller Koaxial Hubschrauber Modelle
für einen unruhigen Flug verantwortlich. Diese Lagerhalterung
darf weder auf der äusseren Rotorwelle noch für das Kugellager
selbst spiel bieten. Wenn dieses Spiel noch nicht beim ersten Start vorhanden
war, bekommt die Lagerhalterung dieses Spiel nach den ersten Flügen.
Das Resultat sind Vibrationen die bis in das Heck des Koaxial Hubschrauber sichtbar sind. Aber
Achtung auch eine krumme Paddelstange oder Rotorachse im Koaxial Hubschrauber kann solche Schwingungen
verursachen.

Da das obere Rotorwellenlager für nur wenige Euro in jedem Fall eine Verbesserung bringt,
sollte es unbenommen von anderen Problemen in jedem Fall gegen eine Alu Lagerhalterung an jedem Koaxial Hubschrauber getauscht werden.
Alle Alu Versionen der Lagerhalterung sind besser als die original Plastik Version der Lagerhalterung. Wir haben
uns für das Modell von
Xtreme ESL019 entschieden.
Das ESL019 Alu Rotorwellenlager sass bei uns, auf einigen

Rotorwellen sehr stramm. Dieses Problem haben wir bei den blauen JPerkins Lagerhalterungen nicht feststellen können. Das obere Alu Rotorwellenlager von
JPerkins 6600506 weist eine sehr gute Passgenauigkeit auf und ist baugleich zur E-Flite und Graupner Version. Alle diese Versionen sind unteinander austauschbar. Egal ob es sich bei dem Koaxial Hubschrauber um einen Jamara, JPerkins, Graupner, E-Flite, E-Sky oder Flite Work handelt das obere Alu Rotorwellenlager von JPerkins und Xtreme passt.
Der Austausch am Beispiel eines Bell 47G V06 Koaxial Hubschrauber von Graupner.
Nachdem die eine Schraube die die Kabine mit dem Landegestell verbindet
gelöst wurde, kann die Kabinenhaube entfernt werden. Um den Umbau
am Koaxial Hubschrauber vornehmen zu können muss das Landegestell demontiert werden. Dazu
müssen die vier Schrauben die es mit dem Rumpf des Bell 47G Koaxial Hubschrauber verbinden
gelöst werden.

Nachdem das Landegestell entfernt wurde, haben wir freie Sicht auf das
Zahnrad der inneren Rotorwelle. Die obere Rotorachse so drehen, dass Du
durch das Gestänge mit einem kleinen gut passenden Kreuzschlitzschraubendreher
die beiden Schrauben der Manschette fast ganz raus drehen kannst. Die
Manschette wenn möglich vom Zahnrad abziehen.

Das Zahnrad des Koaxial Hubschrauber festhalten und die obere Rotorachse drehen und herausziehen.

Die Rotorachse des Koaxial Hubschrauber vorsichtig ganz herausnehmen.

Mit drehen und ziehen die alte Lagerhalterung von der äusseren
Rotorachse entfernen.

Die neue Lagerhalterung mit dem neuen Rotorwellenlager enthält auch eine Anleitung
zur Montage.

Das neue Rotorwellenlager im Uhrzeigersinn auf die äussere Rotorwelle
drehen. Hat das Rotorwellenlager spiel muss die äussere Rotorwelle im oberen
Bereich mit dem beiliegenden 220er Schmirgelpapier aufgerauht werden.

Wenn das Rotorwellenlager zu stramm sitzt, sich nicht ganz aufstecken lässt, bitte
nicht das Schmirgelpapier verwenden. Das Schmirgelpapier bewirkt das
Gegenteil, die Rotorwelle wird dicker. Besser ist das obere Rotorwellenlager soweit
wie möglich gerade aufstecken, dann den Koaxial Hubschrauber an der Rotorwelle über dem
unteren Rotorkopf anfassen, anheben und das obere Rotorwellenlager mit
einem Stück Holz tiefer klopfen bis es passt. Alles andere wie das einspannen
der Rotorwelle in einen Schraubstock oder den Koaxial Hubschrauber während des klopfens
auf dem Boden stehen zu lassen führt zu Beschädigungen.
Das neue Rotorwellenlager muss fest auf der Rotorachse sitzen.

Die innere Rotorachse wieder einfädeln, das Zahnrad von unten aufstecken
und darüber die Manschette stülpen. Innere Rotorachse und Manschette
müssen etwa miteinander abschließen. Falls nicht, sitzt die
neue Halterung noch nicht ganz richtig auf der äusseren Rotorachse.
Wenn nicht genügend Achse im unteren Zahnrad steckt wird die Achse
sich nicht genügend befestigen lassen. Ist alles ok, kann die Manschette
mit den beiden Schrauben halb fest gedreht werden. Dann das Zahnrad festhalten
und die obere Rotorachse leicht drehen. Die Achse wird sich im Zahnrad
etwas leichter bis zu einem Widerstand drehen lassen, in der Gegenrichtung
ist das genauso. Etwa eine viertel Drehung ist das spiel. Die Achse etwa
auf die Mitte zwischen beiden Widerständen drehen und beide Schrauben
der Manschette fest ziehen. Dabei darauf achten dass das Zahnrad ganz
auf der Achse steckt. Die innere Rotorachse darf kein vertikales spiel
haben. Das wird überprüft indem die innere Rotorwelle versucht
wird vertikal zu bewegen. Durch das neue Rotorwellenlager muss die Trimmung Gier
um die vertikale Achse vor dem Abflug überprüft und eventuell nachgeregelt
werden.