Die wichtigsten Teile für ein ruhiges Flugverhalten
Neben einer einer guten Trimmung sind möglichst kleine Toleranzen an einigen Teilen entscheidend für ein gutes Flugverhalten.
Rotorblätter:
Das gleiche Gewicht möglichst aller Rotorblätter, wenigstens aber die an einer Rotorachse wirkt sich entscheidend auf ein ruhiges Flugverhalten aus.
Das Biegeverhalten bei Belastung muss auf allen Blättern gleichmäßig sein, mindestens aber das auf einer Achse. Härtere Blätter biegen sich weniger, darum ist der Einfluss des Durchbiegens auf das Flugverhalten wesentlich kleiner.
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Paddelstange:
Eine absolut gerade Paddelstange mit gleichen Gewichten an den Enden, sorgt für eine sehr gute Stabilisierung der Hochachse. Ist die Paddelstange krumm oder nicht im Gleichgewicht läßt sich der Heli kaum auf der Stelle halten. Das gleiche gilt wenn die Spurlage nicht richtig eingestellt wurde. Die Spurlage hält die obere Rotorebene über die Paddelstange in Waage. Ist das Gestänge von der Paddelstange zu den Blatthaltern zu lang oder zu kurz eingestellt laufen die beiden Rotorblätter der oberen Rotorebene in verschiedenen Höhen, was ein ständiges ausbrechen des Helis in eine beliebige Richtung zur folge hat.
Äußere Rotorwelle:
Ist die äußere Welle durch einen Crash leicht verbogen, zieht der Heli Kreise um eine imaginäre Achse. Zusätzliche Folge sind Vibrationen die besonders deutlich am Heck sichtbar werden. Du kannst das auch prüfen wenn Du nur die äußere Rotorwelle am Boden drehen läßt, den Heli dabei festhältst und fühlst ob durch das drehen der Rotorachse Vibrationen erzeugt werden. Voraussetzung für den Test, sind allerdings ausgewogene Rotorblätter. Wenn beim drehen der äußeren Rotorachse Klick-Geräusche auftreten, die von einem defekten Antriebszahnrad herrühren muss die äußere Rotorwelle getauscht werden. Bei einigen Modellen (z. B. Walkera 5#4, Conrad Reely Indoor EP, Dynam RC) ist die äußere Welle nicht fest mit dem Antriebszahnrad verbunden, sondern wird mit zwei Schrauben in zwei Löcher der Rotorachse geschraubt. Hier muss sichergestellt sein, dass das innere Zahnrad fest auf der Welle sitzt und sich nicht auf der Welle drehen läßt, wenn du die untere Rotorebene festhältst.
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Innere Rotorwelle:
Die innere Rotorwelle wird mit einer Schraube an der Rotorachse gesichert. Entscheidend ist dass das Zahnrad wirklich fest auf der Welle sitzt. Dazu die obere Rotorebene festhalten und prüfen ob sich das äußere Zahnrad auf der Welle mit der Hand drehen läßt. Das Zahnrad darf sich auch nicht nur ein wenig drehen lassen, bis es dann auf einen Widerstand stößt. Bei ausgewogenen Rotorblättern kannst Du beim Schub geben auf die innere Achse feststellen ob dort etwas eiert. Falls beim festhalten des Modells Vibrationen spürbar werden, ist noch nicht ganz klar ob die obere Kugellagerhalterung oder dessen Kugellager zuviel spiel haben oder die innere Rotorachse krumm ist. Wenn der Heli einen Kreis um eine imaginäre Achse fliegt ist das auf jeden Fall ein Hinweis das an den Rotorwellen etwas nicht stimmt. Die innere Rotorwelle läßt sich bei den meisten Modellen gegen eine Tuningwelle ersetzen. Dieser Austausch ist auf jeden Fall besseren Flugeigenschaften zuträglich. Wer die innere Rotorwelle tauscht, sollte in jedem Fall die obere Kugellagerhalterung samt zugehörigen Kugellager gegen eine Tuning-Alu-Version tauschen. Sehr oft hatte das obere Kugellager bei meinen Modellen spiel, was zum eiern der inneren Rotorachse führte.
Oberes Rotorwellenlager:
Das obere Rotorwellenlager bietet oft der darin laufenden inneren Rotorwelle zu viel spiel. Die durch das Spiel auftretenden Vibrationen können die Plastikaufnahme auf dauer dehnen, sodass Kugellager in der Halterung und sitz der Halterung auf der äußeren Rotorwelle ebenfalls spiel aufweisen. Das obere Rotorwellenlager sollte bei erster Gelegenheit gegen eine Tuning-Alu-Version getauscht werden.
Motoren:
Die Motoren werden während des etwa 10 Minütigen Fluges sehr warm, ab einer bestimmten Temperatur verlieren die Motoren ihre Leistungsfähigkeit. Ist das Abfluggewicht zu hoch müssen die Motoren mehr arbeiten um den Heli in der Luft zu halten. Eine Überhitzung führt zu einem massiven Leistungsverlust, der Heli geht unhaltbar runter auf den Boden. Während eines 10 Minütigen Fluges erwärmen sich die Motoren um ca. 40 Grad Celsius gegenüber der Zimmertemperatur, dabei müssen beide möglichst gleichmäßig ihre Leistungsfähigkeit verändern, damit das Gyroscope in der 4in1 zuverlässig das Gieren des Helis verhindern kann.
4in1:
Die 4in1 beinhaltet das Gyroscope in Form eines Piezo Kristalls welcher sehr stark auf Temperaturschwankungen reagiert. Eine Erwärmung führt zur Veränderung der Gier-Trimmung. Die Motoren erzeugen Wärme die sich je nach Modell in der Kabine stauen kann und das Gyroscope beeinflusst. In der 4in1 sind Leistungstransistoren um die eigene Betriebsspannung von 5 V zu erzeugen und die gewünschte Spannung an die Motoren abzugeben. Beides erwärmt je nach gezogenen Strom diese Leistungstransitoren, die den im gleichen Gehäuse befindlichen Gyroscope negativ beeinflussen. Wer dieses Verhalten positiv beeinflussen möchte, sollte das Gehäuse um die 4in1 entfernen. Die 4in1 misst die Lage im Raum vom Heli, sie darf möglichst wenigen Vibrationen ausgesetzt werden. Die 4in1 ist mit Spiegelkleber auf Zunge des Chassis aufgeklebt.
LiPo Akku:
Der Lithium Polymer Akku muss während der gesamten Flugzeit möglichst die Spannung (Volt) und den benötigten Strom (Ampere) den Anforderungen entsprechend abgeben können. Dabei kann sich der Akku erwärmen was der Leistungsabgabe abträglich ist. Ein Standard Heli hebt bei etwa 4,8 A ab, dieser Wert verändert sich mit zunehmenden Gewicht des Helis sehr schnell nach oben. Übersteigt die an die Motoren abgegebene Spannung 6 V leuchtet die LED der 4in1 rot. Die Motoren sind für 6 V ausgelegt, sie halten eine kurzzeitige Überspannung aus.
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| letzte Änderung 20.12.07 |