Nach dem Masse-Trägheitsgesetz lässt sich ein leichterer Flugkörper
leichter in seiner Flugbahn beeinflussen, als ein schwerer Körper.
Ein schwerer Körper reagiert wesentlich träger auf eine Beeinflussung
als ein Leichter. Um ruhige Flugeigenschaften bei einem leichten Modell
zu erreichen müssen die Toleranzen aller sich bewegenden Teile
extrem gering sein. Viel geringer als beim echten Helikopter um die
gleichen Flugeigenschaften zu erzielen. Dabei macht sich eine eigentlich
nicht sichtbar krumme Rotorachse genauso extrem bemerkbar wie geringes
spiel an den beweglichen Teilen. Dadurch das die Rotorblätter sich
mit bis zu 1200 U/min um die Achse drehen vergrößert sich
das Gewicht, besser die Kraft, mit der ein Rotorblatt an der Achse zieht
auf bis zu 5 kg. Die Gewichtsunterschiede der Rotorblätter im Milligramm-Bereich
erhöhen sich entsprechend um ein Vielfaches. Dieses Ungleichgewicht
hat aufgrund des geringen Eigengewichts des Helis, ein unruhiges Flugverhalten
zur Folge. Je leichter ein Rotorblatt ist umso geringer dürfen
die Toleranzen sein. Die erhöhte Steifigkeit eines Rotorblattes
führt zu einem direkteren ansprechen auf Steuerbefehle. Weiche
Rotorblätter bewirken, dass harte Flugmanöver mit dem durchbiegen
der Rotorblätter federnd abgefangen werden. Da sich nicht alle
vier Blätter aufgrund von Fertigungstoleranzen gleichmäßig
durchbiegen wird das Flugverhalten wieder etwas unruhiger.
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