Rotorblatt

Rotorblatt Beschädigung - Ursache und Verhinderung

Mal abgesehen von dem Fall dass die Rotorblätter durch das berühren von Fremdkörpern wie Stuhlbaine, Lampen, Tische und andere Möbel zerstört werden, gibt es noch andere Möglichkeiten die Rotorblätter im Flug zu beschädigen. Viele Rotorblattschäden werden durch das Berühren der gegenläufigen Rotorblattebenen verursacht. Dabei können sich die Rotorblätter selbst berühren oder die Paddelstange wird von der unteren Rotorblattebene berührt. Manche Rotorblätter sind sehr weich, dadurch steigt die Gefahr, dass bei einer harten Landung die Paddelstange der oberen Rotorebene mit den Blättern der unteren Ebene zusammen kommen. Dadurch werden die Rotorblätter der unteren Ebene zersäbelt. Linderung soll eine um 5mm längere obere Rotorwelle von Xtreme schaffen.



Härtere Rotoblätter sind für Anfänger keine Lösung, da sonst anstatt der Rotoblätter auch Möbel und Rotorwellen schaden nehmen.

Paddelstange
Das kürzen der Paddelstange ist leider keine gute Idee, da die Länge und das Gewicht für die Flugstabilität verantwortlich sind. Je länger eine Paddelstange bei gleichem Gewicht ist, desto stabiler steht der Heli in der Luft. Paddelstangen mit Schraubgewinde sind ein Sicherheitsrisiko, da sich die Gewichte auch trotz Fixierung mit Klebstoff und anderen Mitteln während des Fluges lösen können und dann wie Geschosse unkontrolliert durch die Gegend fliegen. Von solchen Überlegungen kann ich nur dringend abraten. Die sicheren Paddelstangen, die an den Enden mit einem Haken die Gewichte sicher halten werden von den Firmen E-Sky, Graupner, E-Flite und anderen verbaut. Bisher konnte jedes Modell auf eine der sicheren Paddelstange umgerüstet werden.

Vergleich der Rotorblätter vom echten Helikopter zum Modell
Nach dem Masse-Trägheitsgesetz lässt sich ein leichterer Flugkörper leichter in seiner Flugbahn beeinflussen, als ein schwerer Körper. Ein schwerer Körper reagiert wesentlich träger auf eine Beeinflussung als ein Leichter. Um ruhige Flugeigenschaften bei einem leichten Modell zu erreichen müssen die Toleranzen aller sich bewegenden Teile extrem gering sein. Viel geringer als beim echten Helikopter um die gleichen Flugeigenschaften zu erzielen. Dabei macht sich eine eigentlich nicht sichtbar krumme Rotorachse genauso extrem bemerkbar wie geringes spiel an den beweglichen Teilen. Dadurch das die Rotorblätter sich mit bis zu 1200 U/min um die Achse drehen vergrößert sich das Gewicht, besser die Kraft, mit der ein Rotorblatt an der Achse zieht auf bis zu 5 kg. Die Gewichtsunterschiede der Rotorblätter im Milligramm-Bereich erhöhen sich entsprechend um ein Vielfaches. Dieses Ungleichgewicht hat aufgrund des geringen Eigengewichts des Helis, ein unruhiges Flugverhalten zur Folge. Je leichter ein Rotorblatt ist umso geringer dürfen die Toleranzen sein. Die erhöhte Steifigkeit eines Rotorblattes führt zu einem direkteren ansprechen auf Steuerbefehle. Weiche Rotorblätter bewirken, dass harte Flugmanöver mit dem durchbiegen der Rotorblätter federnd abgefangen werden. Da sich nicht alle vier Blätter aufgrund von Fertigungstoleranzen gleichmäßig durchbiegen wird das Flugverhalten wieder etwas unruhiger.


Gewichte der verschiedenen Rotorblätter
Rotorblätter schwenkbar für E-Sky, Jamara, Carson, Walkera
Standard 3,22 g
Phase 2 MG farbig 5,3 g
MG Schwarz Kohlefaser 4,6 g
Xtreme 4,9 - 6 g
Rotorblätter mit integrierten Blatthaltern für Graupner, E-Flite, J Perkins, JSB
Standard 3,7 - 4,6 g


Weitere Inhalte:
News-Archiv | Sitemap | Modellbericht | Technik | Shopping | Special | Modelldatenbank | Beleuchtung | Fehler

(c) www.HELIBANDE.com

letzte Änderung 25.05.08