Austausch der Rotorblätter
Wann ein Rotorblatt ausgetauscht werden muss ist keine Glaubensfrage sondern basiert auf den physikalischen Gegebenheiten. Ist ein Blatt eingerissen muss es getauscht werden. Fehlt ein Stück von einem Rotorblatt muss dieses sofort getauscht werden.
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Ansonsten kann die Rotorwelle im extremfall durch die Unwucht der Rotorblätter verbogen werden. Das wiederum ist an Vibrationen am Heck erkennbar. Bei einer verbogenen Rotrowelle steht der Heli dann nicht mehr in der Luft sondern fliegt Kreisbahnen um eine imaginäre Achse, wobei die Nase immer stabil in eine Richtung zeigt. Die Nase kann nur stabil in eine Richtung zeigen wenn die Rotorblätter unbeschädigt sind und die Trimmung stimmt.
Alle vier Rotorblätter sollten unbedingt vom gleichen Typ sein. Das ist bei den Blättern mit integrierter Blatthalterung immer gegeben, da nur ein Typ im Handel erhältlich ist.
Bei den schwenkbaren Rotorblättern muss man da genau aufpassen nicht verschiedene Typen zu verbauen. Die Typen lassen sich nicht immer an der Farbe unterscheiden wenn sie keinen Aufdruck haben.
Ein Austausch eines Rotorblattes macht oft eine neue Trimmung des Modells erforderlich. Manchmal verbessern oder verschlechtern sich die Flugeigenschaften nach dem Austausch eines Rotorblattes. Das ist abhängig von den Gewichten der RotorblätterAn einer Rotorachse sollten deshalb immer die absolut gleich wiegenden Rotorblätter verwendet werden. Ähnlich schwere Blätter können auf verschiedenen Rotorebenen montiert werden. Das führt dann zu keiner Beeinflussungen der Flugeigenschaften, eine neue Trimmung bleibt einem erspart. Lediglich die Gier Trimmung kann etwas vom Optimum abweichen. Zwischen allen baugleichen Blättern mit integrierten Blatthaltern von Graupner, E-Flite und J Perkins habe ich Gewichtsunterschied von bis zu 0,9g gemessen. Eine Feinwaage mit einer Genauigkeit von 0,1g hilft vor unerklärlichen Trimmungsproblemen nach einem Rotorblattwechsel vorzubeugen.
Wer die teureren Graupner Rotorblätter erwirbt, erspart sich die Feinwaage, die Graupner Rotorblätter wogen nach meinen Messungen immer exakt 4g.
Wer keine Waage hat, weiss nicht was er verbaut. Mit einer Lupe haben wir uns die Rotorbätter mit integrierten Blatthaltern angeschaut und verglichen. Die im Bild unten sichtbaren Zeichen in und um die Runde Vertiefung der Rotorblätter ermöglichen leider nicht die Identifizierung des Hersteller oder lassen Rückschlüsse auf das Gewicht zu.
Das ganze könnte ein Hinweis auf die Form mit der die Blätter gefertigt wurden sein. Ich habe meine Blätter aus den Tütchen befreit und genau nachgewogen. Jetzt habe ich Tütchen mit sortierten Blättern von 3,6 - 4,5g in 0,1g Schritten, die entsprechend von mir beschriftet wurden.
Hat ein Blatt eine Kerbe sollte es getauscht werden, da die Flugeigenschaften negativ beeinflusst werden. Allerdings wird man als absoluter Anfänger pro Akkuladung mindestens ein Blatt zerstören. So fliegt man mit den Kerben erstmal weiter und sucht nach weiteren Möglichkeiten Rotorblätter zu sparen.
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| letzte Änderung 21.05.08 |