Helilabor

Das neueste aus dem HELILABOR

Das Helilabor beschäftigt sich mit Verbesserungen an den Fluggeräten. Dabei geht es darum eigene Ideen umzusetzen oder auch Gelesenes nachzuvollziehen und zu verbessern. Die Ergebnisse dieser spannenden Forschungsarbeit werden dann hier veröffentlicht. Bei allen Veränderungen am Fluggerät wird niemals die Sicherheit außer acht gelassen.

Graupner Bell 47G Tuning
Unterer Rotorkopf

Für die Vorbereitungen zum Graupner Office-Cup hat unser Laborleiter Axel noch mal zwei seiner fliegenden gelben Hochspannungsmasten mit Goldfischkugel komplett zerlegt und neu zusammen gesetzt.


Dabei wurden beide Rotorwellen getauscht, die innere Welle wurde gegen eine Tuningwelle mit Alu-Kopf getauscht.

Der untere Rotorkopf wurde ebenfalls gegen ein Modell aus Alu getauscht. Doch nach der Montage viel auf das die Paßgenauigkeit des unteren Rotorkopfes sehr schlecht ist, der Rotorkopf war zu groß er hatte einen halben Millimeter spiel auf der Rotorwelle. Ärgerlich, aber es gab noch einige andere Packungen untere Alu Rotorköpfe. Leider war der zweite Rotorkopf genauso schlecht wie der erste. Daraufhin flogen alle Sätze Alu Rotorköpfe in den Mülleimer. Leider ein Verlust von über 100 €, da jeder Satz ca 35€ kostet. An dieser Stelle ist Plastik die beste Wahl und Alu taugt nichts war der kurzer brummelnder Kommentar unseres Laborleiters.

Oberer Rotorkopf und innere Rotorenwelle
Die innere Rotorenwelle mit dem fest verbundenen oberen Rotorkopf aus Alu aus dem Graupner Tuningprogramm wurde nun montiert. Bevor auch nur ein Rotorblatt montiert war, wurden die Achsen einzelnd langsam hochgefahren um eventuelle Unwuchten besser zu erkennen.


Während die äußere Achse absolut gerade lief, eierte der obere Rotorkopf bei einer bestimmten Geschwindigkeit. Nachdem alles wieder zerlegt war wurden ein randloser Spiegel an die Schreibtischkante gelegt und jede Achse darüber Rollen gelassen. Die Achsen waren beide absolut in Ordnung. Inzwischen war es tiefe Nacht, aber aufgeben gehört nicht zum naturell unseres Laborleiters.Auf einmal blickte unser HeliChef mit ernstem Gesichtsausdruck hoch und meinte: Unglaublich, aber es muss das obere Rotorwellenlager sein". Geschickt baute er schnell wieder alle Teile zusammen.

Oberes Rotorwellenlager

Und tatsächlich die Plastikaufnahme des oberen Rotorwellenlagers gab dem Kugellager spiel wodurch die innere Rotorwelle eierte. Da zum Glück die Durchmesser aller Rotorwellen sämtlicher Hersteller gleich sind, ließ sich in den ausgeschlachteten Überresten eines Carson ein in Alu eingefaßtes Rotorwellenlager finden. Nach dem Austausch waren alle Messdaten optimal. Damit muss der Office-Cup erst mal geflogen werden.


Eine Überprüfung unserer sämtlichen Modelle ergab das bei 95 % ein mehr oder weniger großes spiel vorhanden war, welches zu eine Verschlechterung der Flugeigenschaften führt. Dieser Fehler zieht sich durch die Modelle vieler Hersteller. Kurz vor Sonnenaufgang hatten wir dann eine größere Menge obere Rotorwellenlager in Tuning-Ausführung bestellt. Dabei haben wir uns dann für das stabiler aussehende Modell ESL019 von E-Sky entschieden.

Es sei jedem angeraten das original 2,95 € Rotorwellenlager gegen eine Tuning-Version zu tauschen, sobald es wieder welche auf dem Markt gibt. Die 6,95 € Investition machen einen Konstruktionsfehler wett, der sich durch alle Modelle jedes Herstellers zieht. Wer noch kein spiel an seinem Rotorwellenlager feststellen kann, sollte öfter danach schauen, es kommt bestimmt mit der Zeit.

Die aufwendigen Vorbereitungen und das Können unseres HeliChefs Axel hat sich beim Graupner Office-Cup ausgezahlt. Der dritte Platz erfüllt uns mit Stolz. Ehre wem Ehre gebührt.



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letzte Änderung 06.11.07